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30.
Jul
2011

Google Music – Beta [17.440 x gelesen]

Google Music Beta ist derzeit fast genauso in aller Munde wie das neue Google Social Network Google+. Wie auch G+ befindet sich Google Music noch im Beta Status und ist daher nur f├╝r eine begrenzte Anzahl von Nutzern verf├╝gbar. Wer also eine Einladung bekommen hat, kann gl├╝cklich und stolz sein. Andere w├╝rde daf├╝r sogar zahlen ­čśÇ

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass man sich derzeit f├╝r diesen Dienst nur von den USA aus anmelden kann. Es gibt jedoch Wege und Mittel dies mit einem kleinen Trick, ├╝ber einen entsprechenden Proxy zu umgehen.


Ok, worum handelt es sich ├╝berhaupt bei Google Music? Ja, wie der Name vermuten l├Ąsst, um einen Service von Google seine lokale Musiksammlung in die ber├╝hmte Cloud zu packen. Dies wiederum bietet den Vorteil seine Musik von ├╝berall auf der Welt aus anzuh├Âren. Nicht nur via Browser ├╝ber sein Google Account, sondern auch via Smartphone ├╝ber eine App. Derzeit kann man 20.000 Titel (es gibt also keine Speicherbegrenzung) in die Cloud laden. Das ist eine Menge wie ich finde. Dazu muss man sich ein kleines Programm lokal auf den Rechner installieren, welches die Verwaltung f├╝rs Hochladen ├╝bernimmt. Zuerst wird eine komplette Datenbank der Musiksammlung angelegt. Dazu kann man ein oder mehrere Ordner f├╝rs Durchscannen festlegen.┬áAnschlie├čend beginnt das Hochladen im Hintergrund. Daf├╝r sollte man allerdings eine gute Uploadverbindung aufweisen. Ich mit meinen 30 kb/s w├╝rde f├╝r meine knapp 14.000 Songs wahrscheinlich ein ganzes Jahr ben├Âtigen. Doch wenn man Nachts immer mal wieder paar Titel hochladen kann, summiert sich das auch. Kleinvieh und so… ­čśë

Im Browser bekommt man die aktuelle Zahl der hochgeladenen Titel rechts oben angezeigt. Die Verwaltung der Musik, ist Google typisch, sehr schlicht und ├╝bersichtlich gestaltet. Am linken Rand kann man die Bibliothek nach unterschiedlichen Kriterien anzeigen lassen, also nach New and recent, Songs, Artists, Albums, Genres. Au├čerdem kann man dort auch sogenannte Auto Playlists abspielen: Songs die man bewertet hat, die man k├╝rzlich hinzugef├╝gt hat oder welche kostenlos zur Verf├╝gung stehen. Nat├╝rlich kann man auch eigene Playlisten anlegen. ├ťber die Funktion „Instant Mixes“ erstellt Google automatisch anhand eines Musikst├╝ckes eine Playlist, welche vom Genre und Klang ├Ąhnlich sind. Meine Datenbank wies bei meinen Tests allerdings noch zu wenig Songs auf, um daraus eine solche Playlist zu generieren. Im mittleren Bereich wird einem die aktuelle Auswahl an Songs entsprechend nach den Kriterien angezeigt. Im unteren Bereich, wer mag es glauben, kann man das Abspielen der Songs steuern. Dazu geh├Âren, Shuffle, Repeat, Lautst├Ąrke, Vor- Zur├╝ckspulen und Pausieren.

Wie auch die Browserversion, funktioniert die Google Music App f├╝rs Android Phone mit den gleichen Optionen. Hier kommt allerdings der Vorteil der Cloud noch besser zu Geltung. Denn wer kann schon 14.000 Songs auf seinem Handy speichern, in meinem Fall ca. 150 GB…? ich denke niemand. Laut meinen Erfahrungen kommt es dabei nicht darauf an, wieviele Songs bereits in die Cloud geladen wurden. Denn anzeigt werden alle bereits indexierten Songs/Alben/Artists. Auch wenn sie physisch noch nicht in der Cloud sind, kann man nun per Stream auf die komplette Bibliothek zugreifen, sofern der Rechner bzw. auch die Google Software mit den Musikdaten online sind. Die n├Âtigen Daten werden dabei tempor├Ąr f├╝r den Stream im Handy gespeichert. Allerdings hat man auch die Option, den Song dauerhaft zum Offline H├Âren aufs Handy zu speichern. Befinden sich einige Songs schon auf dem Handy, so werden diese auch in der Music App angezeigt und k├Ânnen direkt abgespielt werden. Google erkennt also scheinbar die ├ťbereinstimmung der indexierten Musiktitel der Cloud mit denen auf dem Handy gespeicherten Titeln.

Fazit: Ich pers├Ânlich bin von Google Music begeistert, auch wenn sich der Service noch im Beta Status befindet. Die Idee ist jedenfalls hervorragend. Ob dieser Service allerdings auch kostenlos bleiben wird, zeigt sich erst nach der ├Âffentlichen Einf├╝hrung. Browser- als auch App-Version funktionierten bisher schon ganz gut, wobei es in der App manchmal noch falsche Songtitel-Darstellungen und diverse Force Closes gab.

Voraussetzung f├╝r den ganzen Service ist und bleibt allerdings eine gute Internetverbindung f├╝r den Songupload bzw. eine gute Flatrate und Downloadgeschwindigkeit um diesen Service auch f├╝r unterwegs nutzen zu k├Ânnen.

Derzeit kann man zudem noch keine Musiktitel k├Ąuflich erwerben, wie es beispielsweise mit der Amazon Cloud Drive oder iTunes m├Âglich ist. Songs an andere Weitergeben bzw. Empfehlungen f├╝r Alben aussprechen kann man derzeit ebenfalls noch nicht. Ersteres wird sicherlich auch nie umgesetzt, da man dadurch einfach das Filesharing unterbinden m├Âchte. Letzteres w├Ąre aber eine gute M├Âglichkeit den Dienst in Google Plus zu integrieren um z.B. Freunden zu zeigen, was man gerade h├Ârt oder h├Ąufig geh├Ârt hat.

Ich denke in Zukunft wird man in der Hinsicht noch einiges von Google Music erwarten k├Ânnen. Wann dieser Dienst aber offiziell und auch in Europa an den Start gehen wird, steht noch in den Sternen.
Scheinbar erweitert Google derzeit den Benutzerkreis. Seit einiger Zeit k├Ânnen jetzige Teilnehmer von Google Music zwei Einladungen verschicken. Die Eingeladenen erhalten nahezu umgehend Zugang zum Dienst, unabh├Ąngig, ob diese aus den USA oder Europa stammen.


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Kategorie: Aus dem Web